Gemeinsame Elternschaft in der Praxis: Herausforderungen und Chancen

Vorherige Informationen

Aufgrund unvorhergesehener Umstände findet die ICSP-Konferenz 2025 vom 3. bis 5. Dezember 2025 in Lissabon, Portugal, statt. Aktuelle Veränderungen in den brasilianischen Familienrechtsinstitutionen, die unsere Konferenz nicht mehr unterstützen können, haben uns zu diesem Schritt gezwungen. Angesichts unserer institutionellen Verbindungen in Portugal sowie der Verbindung zwischen brasilianischem und portugiesischem Familienrecht haben wir uns entschieden, die Konferenz an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Lissabon abzuhalten.Erste

Ankündigung und Aufruf zur Einreichung von Beiträgen:

Die Siebte Internationale Konferenz zum Thema „Gemeinsame elterliche Sorge“ (ICSP) findet vom 3. bis 5. Dezember 2025 an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Lissabon

Die Konferenz findet in Präsenz statt, bietet aber auch die Möglichkeit zur virtuellen Teilnahme für diejenigen, die nicht persönlich anwesend sein können. Expertinnen und Experten aus den Bereichen geteilte elterliche Sorge und verwandten Familienthemen – aus Wissenschaft, Recht, Familienrecht und Zivilgesellschaft – sind eingeladen, auf dieser internationalen, interdisziplinären und interprofessionellen Konferenz ihre Forschungsergebnisse, Erfahrungsberichte aus der Praxis sowie Beispiele bewährter Verfahren und deren Wirkung zu präsentieren. Das Thema der Konferenz lautet:

Gemeinsame Elternschaft in der Praxis: Herausforderungen und Chancen

Seit der Gründung des ICSP im Jahr 2014 herrscht weltweit zunehmend Einigkeit darüber, dass Wechselmodell, bei dem Kinder abwechselnd in verschiedenen Haushalten leben, nicht nur ein praktikables Familienmodell für Kinder und Jugendliche darstellt, sondern in den meisten Fällen die wünschenswerteste Lösung ist, wenn die Eltern nicht zusammenleben. Die Umsetzung des Wechselmodells und das Ausmaß, in dem es in der Praxis , variieren jedoch enorm von Land zu Land und zwischen verschiedenen Rechtssystemen. Dies liegt nicht zuletzt an den unterschiedlichen Sichtweisen auf das Wechselmodell, je nachdem, ob es als gerichtliche Entscheidung, Familienpraxis, administrativer Rahmen, Diskurs, Ideal, Ideologie oder politisches Instrument betrachtet wird. Hinzu kommt möglicherweise auch ein psychologischer oder emotionaler Aspekt.

Die Konferenzorganisatoren wünschen sich Beiträge, die dazu beitragen, die Herausforderungen und Chancen des geteilten Sorgerechts in der Praxis aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten und anzugehen. Wir freuen uns sehr, die ICSP-Konferenz 2025 in Lissabon, Portugal, ausrichten zu dürfen und sind besonders an Beiträgen von potenziellen Referenten aus Brasilien und Südamerika im Allgemeinen interessiert, wo das geteilte Sorgerecht in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat und gleichermaßen Herausforderungen und Chancen mit sich bringt. Als Wirtschaftsmacht Lateinamerikas können die rechtlichen, sozialen und kulturellen Faktoren, die alle Aspekte des geteilten Sorgerechts in Brasilien prägen, als hilfreicher Indikator für Wandel und Transformation nicht nur in Amerika, sondern im gesamten globalen Süden dienen. Aus diesem Grund werden viele der Präsentationen simultan ins Englische und Portugiesische übersetzt, was diese Konferenz zu einer besonders wertvollen und anregenden Gelegenheit macht.

Das wissenschaftliche Komitee der ICSP lädt herzlich zur Einreichung von Beiträgen für mündliche Präsentationen ein, die abgeschlossene wissenschaftliche Forschungsarbeiten und praktische Erfahrungsberichte zu einer Vielzahl von Themen behandeln, die mit dem Konferenzthema in Verbindung stehen, aber nicht darauf beschränkt sind. Dazu gehören:

  • Shared Parenting under Brazilian and South America Laws – (e.g. the rule of law and effectiveness of civil justice systems; recent legal challenges on the Brazilian Civil Code; Parental Alienation in the context of Brazilian and South America Laws)
  • Family Violence and Child protection – (e.g. Family violence and UNCRC under the Istanbul Convention and Brazilian Law; Family violence and shared parenting under the Council of Europe law and the Barnahus model; Parental Alienation and family disruption; Research integrity and the UN report on Parental Alienation)
  • Child Friendly Justice – (e.g. UNCRC under EU Charter of Human Rights and ECHR; Council of Europe programme 2022-2027; Children’s hearings and participation; Shared parenting recommendations)
  • Representation of children and specialised training – (e.g. child advocates; legal, social work, early years and child educators, third sector; family mediation, family therapy)
  • Shared parenting, mental health and self-esteem – (e.g. cooperative co-parenting, parallel parenting, parental conflict; trauma and attachment; neuroscience and neuropsychology; notions of home and belongingness)
  • The child‘s best interests – (The evolution and/or devolution of shared parenting law, policy and practice; regulating family responsibilities; in camera family proceedings or allowing representatives of the press access to family courts)
  • Shared parenting and wider familial and kinship groups – (e.g. shared residence and social and cultural capital; the role of grandparents, siblings and step-parents; shared parenting in the context of children with special educational needs and disabilities)
  • Family and child public policy – (e.g. social policy – housing, parental leave, child support, child benefit packages, child and family welfare; the economics of shared parenting; economic policies in the context of changes in labour markets and economies)
  • Shared Parenting and demographic trends – (e.g. shared parenting in the context of a decline in fertility; or where countries have witnessed rapid population growth)

Wenn Sie daran interessiert sind, einen Beitrag zur Präsentation auf der Konferenz einzureichen, bereiten Sie bitte eine Zusammenfassung Ihres Vortrags (350-450 Wörter, Format: .doc/docx, .odt, .txt) vor und reichen Sie diese bis Montag, den 31. März 2025, über den folgenden Link ein:

Aufruf zur Einreichung von Beiträgen für die ICSP Lissabon 2025 – Einreichungsformular

Die Zusammenfassung sollte auf Englisch oder Portugiesisch verfasst sein. Die Konferenzsprache ist Englisch, es werden jedoch Übersetzungsdienste für mehrere Sprachen organisiert. Sollten Sie sich daher mit einer Präsentation auf Englisch unwohl fühlen, arbeitet die ICSP daran, auch Präsentationen auf Portugiesisch zu ermöglichen.

Bitte geben Sie an, ob Sie persönlich oder online an der Konferenz teilnehmen möchten. Bitte nennen Sie auch die Namen Ihrer Mitautoren und deren geplante Teilnahme (persönlich oder online). Ihr Vorschlag wird von Mitgliedern des wissenschaftlichen Komitees der ICSP geprüft. Die Benachrichtigung über die Annahme erfolgt bis Freitag, den 25. April 2025.

Weitere Informationen zur Konferenz finden Sie unter folgendem Link: Lissabon 2025.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an conference@twohomes.org.

Bitte beachten Sie: Wir begrüßen Beiträge von Nachwuchswissenschaftlern aller Disziplinen, die im Bereich der gemeinsamen Elternschaft tätig sind.

Und schließlich, in Anerkennung der Bedeutung vielfältiger Medien zur Vermittlung von Ideen und zur Präsentation praktischer Erfahrungen, lädt das wissenschaftliche Komitee einer ICSP-Konferenz erstmals innovative und kreative nicht-mündliche Präsentationen im Bereich KREATIVE KUNST UND MEDIEN zum Thema „Gemeinsame Elternschaft“ ein. Dies umfasst unter anderem folgende Themen:

Film/Dokumentationen, Fotografie, Kunstinstallationen, Plakatpräsentationen, Kurze Theaterstücke

Möglicherweise wird dies parallel während der gesamten Konferenz thematisch verfolgt.

Über die Organisatoren:

Der Internationale Rat für geteilte elterliche Sorge (ICSP), gegründet 2014 und ansässig in Bonn, ist ein internationaler Verband mit Mitgliedern aus Wissenschaft, Familienberufen und Zivilgesellschaft. Ziel des Verbandes ist erstens die Verbreitung und Weiterentwicklung wissenschaftlicher Erkenntnisse über die Bedürfnisse und Rechte (das Kindeswohl) von Kindern, deren Eltern getrennt leben, und zweitens die Formulierung evidenzbasierter Empfehlungen zur rechtlichen, gerichtlichen und praktischen Umsetzung geteilter elterlicher Sorge.

Website: twohomes.org